Stadt Ditzingen

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Neujahrsempfang und Verleihung des Bürgerpreises am 15. Januar

Oberbürgermeister Michael Makurath ging in seiner Ansprach auf zahlreiche aktuelle Themen in der Kommunalpolitik und darüber hinaus ein
Oberbürgermeister Michael Makurath ging in seiner Ansprach auf zahlreiche aktuelle Themen in der Kommunalpolitik und darüber hinaus ein

Nach zwei pandemiebedingten Ausfällen konnte in diesem Jahr endlich wieder der erste Neujahrsempfang seit dem Jahr 2020 stattfinden. Oberbürgermeister Michael Makurath lud hierzu am 15. Januar in die Stadthalle Ditzingen ein. Mehr als 700 Bürgerinnen und Bürger sowie geladene Gäste waren anwesend.

In gewohnt kurzweiliger und unterhaltsamer Weise sprach Oberbürgermeister Makurath in seiner Neujahrsrede über die wichtigen Geschehnisse des letzten Jahres. Nach der langen Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen sei in der Stadt überall das Bedürfnis spürbar, wieder in den direkten Kontakt mit anderen Menschen treten zu können. In seiner Rede ging Oberbürgermeister Makurath unter anderem auf globale Themen des vergangenen Jahres wie den Angriff Russlands auf die Ukraine oder die Energieversorgung ein, aber auch lokale Themen, wie beispielsweise die Standortsuche für eine neue Erddeponie im Landkreis Ludwigsburg, die neue Express-S-Bahn S62 die mögliche Anschließung an das Stuttgarter Stadtbahnnetz, worüber der Gemeinderat im Frühjahr beraten wird, den Umbau des Ditzinger Bahnhofs sowie weitere aktuelle Bauvorhaben rückte in den Mittelpunkt. Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an der Neujahrsrede haben, können diese im Internet auf der Homepage der Stadt Ditzingen unter www.ditzingen.de abrufen.

Die Stadthalle war voll besetzt
Die Stadthalle war voll besetzt

Zahlreiche Gäste beim Neujahrsempfang in der Stadthalle

Unter den zahlreichen Ehrengästen waren in diesem Jahr die Bundestagsabgeordneten Macit Karaahmeto?lu und Steffen Bilger sowie die Landtagsabgeordneten Konrad Epple und Dr. Markus Rösler, der Vorsitzende der Regionalversammlung, Thomas Bopp und der neuen Regionaldirektor, Dr. Alexander Lahl, der Leiter des Fachbereichs Umwelt im Landratsamt, Carsten Scholz, als Vertretung der Landkreisverwaltung, die Vertreterin des ungarischen Generalkonsulats in Stuttgart Dr. Rita Kovacs, der Honorarkonsul der Republik der Philippinen, Dr. Axel Neumahr, der Honorarkonsul des Königreichs Dänemark, Gerhard Ziegler sowie der Honorarkonsul Japans Dr. Mathias Kammüller. Zudem waren zahlreiche Repräsentanten aus der Wirtschaft, den Kirchen, Schulen, Institutionen und Vereinen, Mitglieder des Gemeinde-, Ortschafts- und Jugendgemeinderates, des Kreistages sowie der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart anwesend. Stellvertretend für die Ditzinger Unternehmen begrüßte Oberbürgermeister Makurath Dr. Nicola Leibinger-Kammüller und Dr. Mathias Kammüller von der Firma TRUMPF, die im Jahr 2023 auf 100 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken kann. Auch der neue Bürgermeister unserer französischen Partnerstadt Rillieux-la-Pape, Julien Smati war unter den Ehrengästen. 

 

Das Küchenteam des Familienentlastenden Dienstes war eine große Hilfe
Das Küchenteam des Familienentlastenden Dienstes war eine große Hilfe

Im Besonderen bedankte sich der Oberbürgermeister beim Familienentlastenden Dienst, der auch in diesem Jahr im Rahmen der Inklusion bei der Bewirtung mitgeholfen hat

sowie beim Handharmonika-Club 1932 Ditzingen e.V., der mit hervorragenden Darbietungen für die musikalische Umrahmung des diesjährigen Neujahrsempfangs sorgte.

Der HHC Ditzingen e.V. sorgte für eine tolle musikalische Umrahmung
Der HHC Ditzingen e.V. sorgte für eine tolle musikalische Umrahmung
Ibrahem Alhumede spricht die Dankesworte stellvertretend für alle Arbeits- und Integrationskreise
Ibrahem Alhumede spricht die Dankesworte stellvertretend für alle Arbeits- und Integrationskreise

 

Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Ditzingen

Mit dem Bürgerpreis der Stadt Ditzingen sollen vorbildliche Leistungen von Personen, Gruppen oder Projekten im Dienst der Gemeinschaft öffentlich anerkannt und gefördert werden. Der Preis soll zugleich zu eigenverantwortlichem, gemeinnützigen Handeln und zu Engagement für das Gemeinwohl ermutigen. Der Gemeinderat hat am 13. Dezember 2022 beschlossen, den Bürgerpreis der Stadt Ditzingen an den Arbeitskreis Asyl Ditzingen, den Integrationskreis Schöckingen, den Integrationskreis Hirschlanden und den Asylkreis Heimerdingen zu vergeben, um diese für das herausragende Engagement ihrer aktiven Mitglieder auszuzeichnen.

Im Jahr 2014, kurz nach Beginn der Flüchtlingsbewegungen aufgrund des Krieges in Syrien, trafen sich Ditzingerinnen und Ditzinger erstmals im Treffpunkt Adler um Angebote ins Leben zu rufen, mit denen die Integration der Geflüchteten unterstützt werden sollte. Die Rahmenbedingungen waren in großen Teilen noch ungeklärt, niemand wusste, wie viele Menschen aus welchen Ländern und Kulturkreisen hier ankommen würden, wo sie untergebracht werden sollten und wie man die Menschen empfangen sollte.

Im Laufe des Jahres 2015 zeigte sich, dass die Gegebenheiten für die Integration der Geflüchteten in den Ortsteilen so unterschiedlich sind, dass man sich entschloss, künftig für jeden der Ortsteile mit einem eigenen Arbeitskreis weiterzuarbeiten. Eine enge Kooperation sollte weiterhin stattfinden. Es fanden regelmäßige Kooperationstreffen für den Austausch untereinander, aber auch für den Austausch mit den Fachabteilungen der Stadtverwaltung statt.

Ab 2016 wurde so in den Stadtteilen ein vielfältiges Angebot installiert, das von der gemeinsamen Gartenanlage über die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in den Vorbereitungsklassen bis hin zu Theaterprojekten, Festen und Familienhilfe reichte. Die vier Asyl- und Integrationskreise kooperieren bis heute mit vielen weiteren Ditzinger Institutionen wie den Kirchen, der Bürgerstiftung, den Schulen, dem Strohgäuladen sowie der Kleiderkammer. Für das große Engagement erhielten die Asyl- und Integrationskreise im Jahr 2018 den Kulturpreis der SPD-Gemeinderatsfraktion im Ditzinger Gemeinderat.
Während der vergangenen „Corona-Jahre“ mussten die Mitglieder der Asyl- und Integrationskreise unter stark erschwerten Bedingungen versuchen, die Arbeit weiterzuführen. Viele Ehrenamtliche zogen sich zurück und die Verbliebenen mussten vor allem in den Familien zu den häufig vorhandenen Problemen noch mit den speziellen Herausforderungen des Home-Schoolings und der Isolation durch die Pandemie zurechtkommen. Trotzdem haben es alle vier Arbeitskreise geschafft, aktiv zu bleiben und – fast im Verborgenen – weiterzumachen.

Bis nun der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine auf bittere Weise aufgezeigt hat, dass das Thema wohl für lange Zeit seine Aktualität behalten wird. Die Arbeitskreise stellen sich den aktuellen Herausforderungen, indem sie insbesondere Geflüchtete in Sprechstunden beraten, zu Behördengängen und Arztterminen begleiten, sich um benötigte Ausstattung kümmern, für Begegnungen und Vernetzung sorgen, auf kommunaler und Kreisebene unverzichtbare Unterstützung leisten sowie auf vorhandene Problemstellungen und Defizite hinweisen. Es ist wichtiger denn je, Menschen dafür zu gewinnen, sich für die Integration Geflüchteter zu engagieren.

In Ditzingen leben aktuell circa 620 Geflüchtete, wovon momentan 373 Personen aus der Ukraine stammen. Aus dem Bereich des Arbeitskreises Asyl Ditzingen können als Unterstützungsleistungen beispielsweise zwischen Juni und November 2022 die Durchführung von 191 Beratungsgesprächen sowie von März bis September 2022 die Ausgabe von 38 Kinderwagen, die dank der Kinderwagenspenden der Ditzinger Bürgerinnen und Bürger gesammelt wurden, genannt werden. 

Rund 40 aktive Mitglieder der Asyl- und Integrationskreise nahmen am Neujahrsempfang teil und freuten sich über die Auszeichnung. Ibrahem Alhumede, geflüchtet 2015 aus Manbij bei Aleppo, sprach die Dankesworte stellvertretend für alle Asyl- und Integrationskurse. Er engagiert sich im Arbeitskreis Asyl Ditzingen und ist dort auch im Leitungsteam. Das Preisgeld für die Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Ditzingen wird in Höhe von 2.500 Euro an den Arbeitskreis Asyl Ditzingen und zu gleichen Teilen in Höhe von 800 Euro an die Integrationskreise der Stadtteile vergeben.
 

Alle anwesenden Engagierten der Arbeits- und Integrationskreise nahmen den Bürgerpreis auf der Bühne entgegen
Alle anwesenden Engagierten der Arbeits- und Integrationskreise nahmen den Bürgerpreis auf der Bühne entgegen
Übergabe der Urkunden für den Bürgerpreis 2023 an die Ehrenamtlichen der Arbeits- und Integrationskreise
Übergabe der Urkunden für den Bürgerpreis 2023 an die Ehrenamtlichen der Arbeits- und Integrationskreise