Stadt Ditzingen

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Ukraine-Hilfe

Krieg in der Ukraine und Koordinierung der Hilfsangebote aus Ditzingen

Viele Bürgerinnen und Bürger in Ditzingen wollen den von den Folgen des Krieges betroffenen Menschen mit vielfältigen Hilfs- und Unterstützungsangeboten beistehen.

Die Stadtverwaltung möchte Sie an dieser Stelle über die aktuelle Lage und Möglichkeiten der Unterstützung in Ditzingen informieren.

 

Geldspenden

Mit einer Geldspende helfen Sie den Hilfsorganisationen in der aktuellen Situation am besten. Dies ist beispielsweise über die Katastrophenhilfe der Diakonie, Tel.: 030 / 65211-0 – möglich. Die folgenden Aktionsbündnisse ermöglichen Ihnen, direkt mit einer Spende zu helfen:

https://www.spendenkonto-nothilfe.de/

https://www.aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de/krieg-in-der-ukraine

Flüchtlingsunterkünfte

Eine verstärkte Anzahl von Geflüchteten ist in Baden-Württemberg angekommen. Es wird versucht, zunächst eine kurzzeitige Unterbringung in den vier Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA) in Karlsruhe, Sigmaringen, Freiburg und Ellwangen zu gewährleisten. Von dort werden die Flüchtlinge auf die Kommunen in Unterkünfte verteilt. Die Stadtverwaltung Ditzingen möchte Geflüchteten eine Bleibe in städtischen Einrichtungen ermöglichen und ist gleichzeitig auf aktiver Suche nach weiteren Wohnungen.

Wenn Sie eigenständigen, abschließbaren Wohnraum zur Anmietung durch die Stadt Ditzingen anbieten können, freuen sich die Amtsleiter des Amts für Liegenschaften und Gebäudemanagement unter bencsik(@)ditzingen.de oder das Amt für Sicherheit, Soziales und Senioren unter zimmermann(@)ditzingen.de über Ihre Kontaktaufnahme.

Private Aufnahme von Geflüchteten

Eine Vermittlung an private Haushalte seitens der Stadt Ditzingen ist nach aktuellem Stand nicht angedacht. Wenn Sie eine Unterkunft anbieten oder suchen, empfehlen wir die Registrierung auf der zentral eingerichteten Homepage https://www.unterkunft-ukraine.de/

Wir bitten Sie außerdem, sich bei Abholungen von Geflüchteten aus der Ukraine vorab mit der Stadtverwaltung abzustimmen, damit entsprechende Kapazitäten bereitstehen. Denken Sie bitte auch daran an den jeweiligen Unterkunftsbriefkästen Namensschilder anzubringen. Nur so ist gewährleistet, dass die Post mit wichtigen Unterlagen von Behörden etc. bei den Betroffenen ankommt.

Das Landratsamt Ludwigsburg hat ein Merkblatt für Anbieterinnen und Anbieter von privatem Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine zusammengestellt.

Hilfe bei Übersetzungen

Wenn Sie ukrainisch oder russisch sprechen und mit Ihren Sprachkenntnissen beim Gang zum Rathaus oder Impfen, bei der Betreuung von Kindern, Einkäufen oder ganz allgemein im Alltag helfen wollen, können Sie sich an den Arbeitskreis Asyl Ditzingen wenden: Telefon 01516/5205223, E-Mail: info(@)ak-asyl-ditzingen.de

Ansprechpartnerinnen im Rathaus

Für organisatorische Fragen zu Unterkünften und Belange der Flüchtlings-Sozialarbeit steht Ihnen Frau Emel Bayazit unter Tel. 07156/164-121 sowie E-Mail emel.bayazit(@)ditzingen.de zur Verfügung.

Die Flüchtlings-Sozialarbeit ist für alle sozialen Angelegenheiten zuständig und unterstützt bei der Anmeldung beim Bürgeramt und Ausländerbehörde, bei der Beantragung von Leistungen und vermittelt, wenn notwendig, zu weiteren Diensten wie Trauma-Beratung, Schulden- oder Suchtberatung sowie andere soziale Dienste.

Außerdem werden soziale Projekte wie das Sprach-Café und Veranstaltungen organisiert.

Alle Fragen zum Aufenthaltsrecht kann Ihnen die Ausländerbehörde unter Tel. 07156/164-112 sowie E-Mail ukraine-aufenthalt(@)ditzingen.de beantworten. Weitere Informationen finden Sie hier: Stadt Ditzingen | Geld und Sachleistungen für Flüchtlinge |

Für Anfragen und Hilfsangebote im Bereich Bürgerschaftliches Engagement steht in der Stadtverwaltung Frau Loredana Wachter zur Verfügung. Sie sammelt diese und stellt nach Möglichkeit den Kontakt zu den richtigen Anlaufstellen her. Frau Wachter ist montags bis freitags vormittags im Rathaus Ditzingen unter Tel. 07156/164-352 sowie E-Mail Loredana.Wachter(@)Ditzingen.de erreichbar.

Eine Übersicht zu Begleitungsmöglichkeiten von Geflüchteten für Ehrenamtliche finden Sie hier: Stadt Ditzingen | Soziale Betreuung und Ehrenamt |

Erstinformationen für Geflüchtete aus der Ukraine für den Start in Ditzingen

Herzlich willkommen in Ditzingen an alle Geflüchteten aus der Ukraine!

Wichtige Informationen für den Start:

Melden Sie sich bitte beim Bürgeramtder Stadt Ditzingen unabhängig davon, ob Sie in einer privaten oder städtischen Unterkunft wohnen. Vereinbaren Sie vorab bitte einen Termin. Terminvereinbarung Online  oder per E-Mail: Buergeramt(@)ditzingen.de  oder telefonisch Ditzingen: 07156 164-107, Heimerdingen: 07156 16445, Hirschlanden: 07156 164470, Schöckingen: 07156 164491. Zum Termin bringen Sie bitte alle Ausweisdokumente bzw. Identitätsnachweise mit. Sie müssen am Eingang klingen.

Bitte lassen Sie sich und Ihre Kinder gegen Covid-19 impfen. Termine in der Stadthalle Ditzingen (Gyulaer Platz 5): Mittwoch: 16:00–20:00 Uhr und Freitag: 12:00–17:00 Uhr

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen:

Flüchtlings-Sozialarbeit Telefon: 07156 164-121 oder 07156 164-316 oder 07156 164-317, E-Mail: emel.bayazit(@)ditzingen.de, anita.nuebel(@)ditzingen.de; Elena.Kalteis-Kacimi(@)ditzingen.de

Arbeitskreis Asyl Ditzingen (engagierte Bürgerinnen und Bürger) Telefon 01516 5205223, E-Mail: info(@)ak-asyl-ditzingen.de

Sozialhilfe Wenn Sie finanzielle Unterstützung bzw. Gesundheitsfürsorge benötigen, können Sie beim Landratsamt Ludwigsburg einen Antrag auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz stellen. Der Antrag kann auf www.landkreis-ludwigsburg.de heruntergeladen werden. Er kann per Post (Landratsamt Ludwigsburg, GT Leistungen Asyl, Hindenburgstr. 40, 71638 Ludwigsburg) oder per E-Mail an asylbewerber(@)landkreis-ludwigsburg.de zugesandt werden. Service-Center des Landratsamts Ludwigsburg: 071411442320.

Kostenloses WiFi in der Innenstadt
Netzwerk:    free-key ditzingen
Anmeldung: E-Mailadresse oder Mobilfunknummer

Ärztliche Versorgung Der Landkreis Ludwigsburg hat ein mobiles Ärzteteam organisiert, das die Unterkünfte mit einem Bus anfährt. Hier werden eine hausärztliche Sprechstunde sowie alle von der STIKO empfohlenen Impfungen (nicht nur Corona) angeboten. Termine und Standorte werden auf der Homepage des Landkreises Ludwigsburg veröffentlicht. Für den Besuch einer Schule oder einer Kinderbetreuung ist der Nachweis erforderlich, dass Kinder gegen Masern geimpft oder immun sind. Hierbei hilft das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigsburg ukrainischen Familien. Bei der Bestimmung des Masern-Titers wird festgestellt, ob sich ausreichend Antikörper gegen die Viruserkrankung im Blut der Kinder oder Jugendlichen befinden. Dazu wird durch erfahrene Kinderärztinnen eine kleine Menge Venen-Blut entnommen. Die Termine für die Blutentnahme sind jeweils dienstags, am 12. und 26. April sowie am 3. und 10. Mai, von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr in der Hindenburgstraße 20/1, 71638 Ludwigsburg. Dolmetscherinnen und Dolmetscher für Ukrainisch und Russisch sind vor Ort.

Diakonische Bezirksstelle Ditzingen, Mittlere Straße 22. Angebote von Gutscheinen für eine Erstausstattung und Tafelausweisen unter Vorlage eines Ausweisdokuments. Angebot des Begegnungszentrums MIR in der Friedenskirche Ludwigsburg.

Kleiderkammer Ditzingen, Gerlinger Straße 35. Geflüchtete erhalten jeweils eine kostenfreie Grundausstattung. Spezielle Öffnungszeiten für die Erstausstattung: Mittwochs 15.00 -17.00 Uhr.

Schulaufnahme an Ditzinger Schulen Die Ditzinger Schulen haben ein Merkblatt mit Informationen zur Schulaufnahme ukrainischer Flüchtlingskinder an den Ditzinger Schulen zusammengestellt.

Download:

Flyer "Herzlich willkommen in Ditzingen an alle Geflüchteten aus der Ukraine!" als PDF zum Download

Interkommunale Erklärung zu Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf unsere Städte und Gemeinde

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,

die unterzeichneten Städte und Gemeinde stehen in großer Solidarität zur Ukraine und zu ihrer Bevölkerung. Wir sind in Gedanken bei den Menschen, die um ihr Leben kämpfen, die ihre Existenz verloren haben und die sich derzeit auf der Flucht befinden. Als baden-württembergische Kommunen sind wir in Gedanken bei den Städten und Gemeinden in der Ukraine, bei den Amtsträger und Verantwortlichen, die so heldenhaft um ihre Selbstständigkeit kämpfen.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine wird und hat bereits deutliche Auswirkungen auf die Aufgaben und Herausforderungen von unseren Kommunen. Hier sehen wir uns getragen von einer großen Solidarität, die unsere Bevölkerung den vorwiegend ukrainischen Frauen und Kindern entgegenbringt.

Es ist uns wichtig, Sie in großer Transparenz und mit diesem Aufruf zu informieren, welche Auswirkungen wir erwarten - welche Auswirkungen in jeder Kommune in den nächsten Wochen und Monaten zu bewältigen sind.

Wir erwarten in den nächsten Tagen und Wochen eine Vielzahl von Flüchtlingen, die wir in unseren Kommunen - auch sehr kurzfristig - unterbringen müssen. Eine Prognose ist hier nicht möglich, die Anzahl der Flüchtlinge hängt vom weiteren Kriegsgeschehen in der Ukraine ab. Um die Unterbringung sicherzustellen, bereiten wir uns derzeit auf alle möglichen Situationen vor und bitten bereits heute um ihr Verständnis, sollten auch kommunale Gebäude und Hallen betroffen sein. Über unsere Kommunikationskanäle werden wir sie regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.

Nach erfolgter Unterbringung wird eine Betreuung und weitere Hilfsleistungen notwendig sein. Diese erfolgen dann nach Leistungsfähigkeit und eigener kommunaler Strukturen vor Ort. Wenn wir für diese Aufgabe ihre Unterstützung benötigen, kommen wir gerne auf Sie zu.

Die geflüchteten Menschen aus der Ukraine haben aufgrund ihres Rechtsstatus einen Anspruch auf Betreuung in KITAS und Schulen. Dies wird uns vor weiteren Herausforderungen in den kommunalen Einrichtungen stellen, denen wir mit flexiblen und durchführbaren Vorgehensweisen nachkommen werden. Es ist heute nicht auszuschließen, dass dies auch Auswirkungen auf den bisherigen Betreuungsstandard haben kann. Hier bitten wir in Solidarität um Rückendeckung und gemeinsamer Anstrengung, diese für uns neue Situation zu meistern.

All die genannten Aufgaben müssen von Seiten der Gemeinde- oder Stadtverwaltung umgesetzt werden. Da uns hier nur sehr begrenzte personelle Ressourcen zur Verfügung stehen und aufgrund des vorhandenen Fachkräftemangels vorhandene Stellen nicht besetzt sind, wird dies Auswirkungen auf die Arbeit der Verwaltungen haben. Die nun auf uns zukommenden Auswirkungen des Krieges sind in keiner kommunalen Planung vorgesehen - diese müssen nun zusätzlich übernommen werden, um Menschen in Not zu helfen. Mit unseren kommunalen Gremien werden wir deutliche Priorisierungen vornehmen müssen. Bereits begonnene Projekte werden abgeschlossen und neue Projekte werden nicht begonnen werden können - so wünschenswert diese für uns alle auch sein mag.

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,

nun gilt es, den ukrainischen Flüchtlingen die Solidarität zukommen lassen, die diese aufgrund ihrer Flucht benötigen. Konkrete Hilfe für Menschen, die aufgrund eines Krieges in Europa in eine Flucht gezwungen wurden und ihre Heimat verlassen mussten. Diese Solidarität in konkrete Hilfeleistungen umzusetzen, dies schafft nur die kommunale Ebene - dies schaffen wir nur mit großem Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden. Es ist uns bewusst, dass nach zwei anstrengenden Jahren in der Pandemiebekämpfung hier eine neue und noch viel intensivere Aufgabe zur Bewältigung auf uns zu kommt. Und es ist uns bewusst, dass die Erledigung dieser Aufgaben konkrete Auswirkungen in allen Städten und Kommunen haben wird. Solidarität ist aber nicht termingebunden - Solidarität müssen wir gemeinsam erbringen, wenn diese notwendig ist. Und dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Zeigen wir als Städte und Gemeinden mit großer Eintracht, dass wir diese Herausforderungen gemeinsam meistern werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Eiberger

Bürgermeister Stadt Asperg

Michael Makurath

Oberbürgermeister Stadt Ditzingen

Peter Schäfer

Bürgermeister Gemeinde Eberdingen

Dirk Oestringer

Bürgermeister Stadt Gerlingen

Thomas Schäfer

Bürgermeister Hemmingen

Dr. Joachim Wolf

Bürgermeister Stadt Korntal-Münchingen

Matthias Knecht

Oberbürgermeister Stadt Ludwigsburg

Rudolf Kürner

Bürgermeister Stadt Markgröningen

Rebecca Schwaderer

Bürgermeisterin Gemeinde Möglingen

Frank Wittendorfer

Bürgermeister Stadt Oberriexingen

Holger Albrich

Bürgermeister Stadt Sachsenheim

Nico Lauxmann

Bürgermeister Gemeinde Schwieberdingen

Martin Bernhard

Bürgermeister Stadt Tamm

Jürgen Scholz

Bürgermeister Gemeinde Sersheim