Stadt Ditzingen

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Hochwasserschutz

Ihr Ansprechpartner

Herr Anton Schühle
Stadtbauamt, Abteilung Grünordnung und Umwelt
Tel.: 07156 164-218,
Fax: 07156 164-232
E-Mail schreiben

Informationen

Aktuelles

Im Auskunftssystem „UDO“ (Umwelt-Daten und -Karten Online) der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg) können verschiedene Themen aufgerufen werden. Wenn Sie das Thema „Wasser“ auswählen, finden Sie unter dem Stichwort „Hochwasserrisikomanagement“ die Hochwassergefahrenkarte mit Überflutungstiefen und Überflutungsflächen) sowie die Hochwasserrisikokarte und weitere Darstellungen.

Die Hochwasservorhersagezentrale HVZ informiert insbesondere über die Abflüsse an den Pegeln (für das Gebiet Ditzingen ist der Pegel in Talhausen maßgeblich), über Wetterlage und –warnungen us

Auf dieser Seite erfahren Sie alles über Hochwassergefahrenkarten, Risikokarten und Risikobewertungskarten. Mit diesen Karten können für jeden Standort die Risiken durch Hochwasser bewertet und auf dieser Grundlage konkrete Maßnahmen ergriffen werden. Außerdem erhalten Sie hier interessante Hinweise zur Bauvorsorge und zur Verhaltensvorsorge.

Dieser Link führt zur gemeinsamen Website der 8 Glems-Anliegerkommunen. Durch Anklicken des Stadtwappens können Sie auf der interaktiven Karte unter dem Begriff „Einstellungen“ die Starkregengefahrenkarte und die Niederschlagsmenge auswählen. Unter dem Button „Adresssuche“ geben Sie Ihre Straße ein und sehen dann die Gefährdung durch Starkregen für den ausgewählten Bereich.
Sie erhalten auf der Website außerdem interessante Informationen über geplante und durchgeführte Vorsorgemaßnahmen.

Starkregengefahrenkarte

Kooperation Glemsanlieger-Kommunen

Nach dem Hochwasserereignis im Juli 2010 sind in mehreren Kommunen des Einzugsgebietes der Glems zum Teil massive Schäden entstanden. Bei der Analyse des Geschehens stellte sich heraus, dass die Schäden hauptsächlich durch die starken Niederschläge entstanden sind, die bei dem vorausgehenden Starkregen der Topographie folgend über Land abgeflossen sind. Alle 8 Kommunen verständigten sich darauf, so genannte Starkregengefahrenkarte zu erstellen.

Auf diesen Karten ist der Fließweg des Wassers bei starken Niederschlägen abgebildet, sodass gefährdete Bereiche sichtbar werden. Bewohner und Eigentümer von Gebäuden können mithilfe dieser Karten Gefahrenpunkte identifizieren und rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen.
Die fertig gestellten Karten konnten bereits im November 2011 der Öffentlichkeit präsentiert werden, im März 2013 dann auch in Form einer interaktiven Webversion (www.starkregengefahr.de).

Aufbauend auf dieser erfolgreichen Zusammenarbeit der Glemsanlieger Kommunen wurden zwischenzeitlich weitere gemeinsame Schritte unternommen, mit denen in Zukunft die Kommunen an der Glems hoffentlich vor weiteren Schäden bewahrt werden können.

Risikomanagement

Im Rahmen der Risikomanagementplanung des Landes und auf der Grundlage der Starkregengefahrenkarte werden derzeit weitere sog. Risikoobjekte erhoben. Risikoobjekte sind z. B. Anlagen, Gebäude und Einrichtungen, die überflutungsgefährdet sein können. Bei diesen Objekten müssen im Einzelfall das Ausmaß der Gefährdung und geeignete Abhilfemaßnahmen geprüft werden. In besonderen Fällen, zum Beispiel für Kindertagesstätten müssen bei einer festgestellten Überflutungsgefährdung zusätzlich Verhaltensabläufe und gegebenenfalls auch Evakuierungsplanungen festgelegt werden.

Hintergrund/Historie der Planungen und Strategien zum Hochwasserschutz

Überschwemmung im Jahr 2010

Am 4. Juli 2010 hat ein heftiges Unwetter das südwestliche Kreisgebiet entlang der Glems mit den Kommunen Ditzingen, Gerlingen, Korntal-Münchingen sowie Schwieberdingen und Unterriexingen heimgesucht und dort schwere Schäden angerichtet.

Eine große Zahl von Privathaushalten in der Kernstadt Ditzingen war von den Überschwemmungen mit zum Teil massiven Schäden betroffen. Auch zahlreiche städtische Gebäude wurden beschädigt und mussten über mehrere Jahre hinweg mit großem Aufwand saniert werden. 

Bauleitplanung

Überflutungsschutz und Regenwassermanagement
In den Bebauungsplänen neueren Datums werden auf der Grundlage von wasserwirtschaftlichen Untersuchungen die Belange des Hochwasserschutzes und des Regenwasserwassermanagements berücksichtigt. Hierzu werden Informationen zu Überschwemmungsgebieten und zu Abflusskorridoren übernommen und Festsetzungen für erforderliche Schutzmaßnahmen eingearbeitet.

Sporthalle Glemsaue
Für den Neubau der geplanten Sporthalle in der Glemsaue sind bereits bei Erstellung des Bebauungsplanes die Aspekte Hochwasserschutz und starkregengefahr von Anfang an in die Planung mit eingeflossen. Entsprechend wurde die Höhenlage des Gebäudes ausgerichtet und für die Bewirtschaftung des Niederschlagswassers wurde eine abgestimmte Entwässerungskonzeption ausgearbeitet.

Bebauungsplan Schöckingen-Ost
Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes wurde eine Untersuchung zur Bewirtschaftung des Regenwassers vorgeschaltet. Auf dieser Grundlage enthält der Bebauungsplan nun umfangreiche Festsetzungen zur Rückhaltung, Versickerung und Ableitung des Niederschlagswassers. Diese Maßnahmen stellen auch einen Beitrag zum allgemeinen Hochwasserschutz dar.

Technische Planungen

Scheffzental

Bei der Überflutung 2010 waren aus dem Scheffzental große Mengen Wasser unter Druck in die Verdolung eingeströmt und im Stadtgebiet aus der Verdolung ausgetreten, was maßgeblich zu der Überflutung beigetragen hat.
Das 2011 hergestellte Provisorium im Scheffzental verhindert seither eine Gefährdung des Stadtgebietes, indem am Anfang der Verdolung der Querschnitt reduziert und so die in die Verdolung einströmende Wassermenge auf ein verträgliches Maß verringert wird.
Ziel der Planung ist ein möglichst weitgehender dauerhafter Schutz des Stadtgebietes Ditzingen unter Berücksichtigung der Abflußkapazität der bestehenden Verdolung.
Dies soll durch Optimierung der Retentionsräume Unteres Scheffzental und Oberes Scheffzental in Ditzingen sowie die Sicherung des natürlichen Rückhalteraumes Seewiesen in Gerlingen erreicht werden.
Die weitgehend fertig gestellte Genehmigungsplanung hierfür musste wegen der schwer abzuschätzenden Betroffenheit der bestehenden Verdolung im Stadtgebiet umfassend überarbeitet werden.
Nach derzeitigem Planungsstand ist der Baubeginn für die Herstellung der Rückhalteräume für Frühsommer 2018 vorgesehen. Es ist mit einer Bauzeit von ca. 15 Monaten zu rechnen.

Regenklär- und Rückhaltebecken A 81 / Lachengraben

Das Land Baden-Württemberg plant die Errichtung eines Regenklär- und Rückhaltebeckens östlich der Autobahn A 81. Hier sollen für das Gewässer schädliche Stoffe von der Autobahn vor Einleitung in den Lachengraben vorgeklärt werden; zugleich können im Schadensfall gegebenenfalls Chemikalien o. ä. Zurückgehalten werden.
Derzeit wird das Planfeststellungsverfahren für dieses Becken durchgeführt.

Objektschutzmaßnahmen

Baumaßnahmen zum Schutz vor Überflutung wurden aufgrund der Erfahrungen aus dem Jahr 2010 zwischenzeitlich u.a. an folgenden überflutungsgefährdeten städtischen Gebäuden durchgeführ
Kocherschule: Schutz vor Starkregen durch mehrere örtlich wirkende Einzelmaßnahmen (z. B. Änderung des Quergefälle von Wegen, Erhöhung von Bordsteinen und Belägen etc.).
Glemsaue: Schutz insbesondere vor Gefährdung durch Starkregen durch Errichtung eines Wales, Erhöhung von Zufahrtsrampen etc.
Kindergarten Hohenstaufenstraße: Herstellung einer Schutzmauer an der Grundstücksgrenze, Abkoppelung von Entwässerungsleitungen, Einbau einer Rückstauklappe
Stadthalle: Verschließen von Öffnungen im Untergeschoss, Erhöhung von Lichtschächten, Schaffung von Fluchtwegen etc.

Eigenvorsorge

Bei der Vorsorge vor Überflutung ist ein ganz wesentlicher Baustein die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger. Denn trotz aller Vorkehrungen und Hochwasserschutzplanungen von Land und Kommune können Überflutungen infolge von Hochwasser aus den Gewässern oder durch örtlich niedergehenden Starkregen niemals ausgeschlossen werden.

Den rechtlichen Hintergrund bildet das Wasserhaushaltsgesetz (WHG §5, Allgemeine Sorgfaltspflichten).
Allgemeine Informationen zur Vorsorge erhalten Sie hier.
Speziell zur Risikovorsorge finden Sie nützliche Hinweise hier.