Stadt Ditzingen

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"Platz an der Glems" und "Hinter dem Schloss"

Nach der Eröffnung des Glemsbalkons im Jahr 2012 nimmt die Stadt Ditzingen nun einen neuen Bauabschnitt zur Aufwertung des Bachverlaufs der Glems in der Stadt und seiner Umgebung in Angriff. Zwei innerstädtische Abschnitte entlang der Glems und des Beutenbachs werden mit finanzieller Unterstützung des Verbands Region Stuttgart aufgewertet und wichtige Fuß- und Radwegverbindungen erneuert.
Die Vorhaben sollen zur Erlebbarkeit der Glems, zur Vernetzung der regionalen Naturräume des Oberen Glemstals und der Glemsaue beitragen, sowie das Wohnumfeld und die Lebensqualität verbessern. Bereits im Jahr 2011 realisierte die Stadt Ditzingen einen Abschnitt entlang der Glems mit Fördermitteln des Landschaftsparkprojekts.

Die weiteren Abschnitte des Freiraumkonzepts wurden letztes Jahr aktualisiert und beim Verband Region Stuttgart ein Antrag zur Aufnahme ins Förderprogramm eingereicht.
Mit Hilfe der Fördermittel des Landschaftsparkprojekts des Verbands Region Stuttgart können die Maßnahmen nun realisiert werden.
Mit dem Baubeginn des ersten Abschnitts – die Renaturierung des Bachbetts der Glems - an diesem Mittwoch, 7. November 2018, haben die Bauarbeiten offiziell begonnen.
Im Beisein zahlreicher interessierter Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder des Gemeinderates leiteten Oberbürgermeister Michael Makurath und Bürgermeister Ulrich Bahmer mit Unterstützung des Regionalpräsidenten Thomas Bopp, dem Projektleiter des Büros Herzog und Partner Michael Haug, der für die Gesamtgestaltung verantwortliche Planerin Ute Michaelsen und der Vorsitzenden des Gemeinderates den ersten Bauabschnitt förmlich ein.

Ziele und Kosten
Die Vorhaben sollen zur Erlebbarkeit der Glems, zur Vernetzung der regionalen Naturräume des Oberen Glemstals und der Glemsaue beitragen, sowie das Wohnumfeld und die Lebensqualität verbessern. Bereits im Jahr 2011 realisierte die Stadt Ditzingen einen Abschnitt entlang der Glems mit Fördermitteln des Landschaftsparkprojekts.
Zwar bleibt der unter Bürgermeister Rudolf Döbele in den 1960er Jahren gebaute Kanal bestehen, doch sollen die Glems, die Glemsstraße und die Straße Hinter dem Schloss bei der katholischen Kirche deutlich ansehnlicher und einladender werden.
Das Projekt setzt sich aus vier Teilabschnitten zusammen: Platz an der Glems, Weg Hinter dem Schloss, Renaturierung Glems und Renaturierung Beutenbach. Zu Beginn aber muss der Bachlauf der Glems für die Bauarbeiten trockengelegt werden, das Wasser fließt währenddessen komplett über den Mühlkanal. Umgesetzt wird ein Entwurf des Stuttgarter Büros Michaelsen und Hermet, der aufgrund seiner Bandstruktur trotz Beibehaltung der Durchfahrt und der Stellplätze eine stadträumliche Qualität bietet. Insgesamt soll so eine angemessene Relation zwischen erreichbarer Aufwertung des Bereichs und dafür aufzuwenden Kosten erreicht werden.
Der Verband Region Stuttgart bezuschusst das insgesamt 1,33 Millionen Euro teure Projekt mit 300.000 Euro. Die Stadt Ditzingen trägt somit 1.030.000 Euro der Kosten.

Platz an der Glems
Platz an der Glems

„Platz an der Glems“
Die Glemsstraße zwischen Stegstraße und Bauernstraße sowie die dreieckige Grünfläche zwischen Glemsstraße und Glemskanal werden neu gestaltet. Die mit 6,5 Metern Breite deutlich überdimensionierte Fahrbahn der Glemsstraße wird auf 5,0 Meter verschmälert, dafür entstehen jedoch separate Parkstreifen längs der Straße und weitere sechs Pkw-Stellplätze quer zur Fahrbahn sowie eine Ladestation für E-Bikes.
Erhalten bleiben ein bestehender Baum an der Ufermauer sowie die markante Linde in der Mitte der Grünfläche. Um diese Linde herum entstehen eine Bewegungsfläche, ein Wasserspiel, eine Liegewiese sowie mit Blumen und Gräserstauden bepflanzte Bereiche. Der entlang der Ufermauer verlaufende Fußweg wird neu gestaltet, unter anderem durch eine Reihe von Zierkirschen. Es entsteht zudem das neue „Glemsdeck“, ein breiter Steg, der über die Glems hinweg in die Vorhofstraße führt und so die historische Wegeverbindung des einstigen Totenstegs wieder herstellt. Auf diesem Glemsdeck werden würfelförmige Sitzgelegenheiten angebracht.
Der Blick hinunter in den Bach soll schöner werden. Nicht mehr als schnurgerades Rinnsal in einem Betonkorsett dahindümpeln soll die Glems an dieser Stelle, sondern nach der Fertigstellung mehr Wasser führen und sich in dem Kanal, der bestehen bleibt, um Steine, Steinschüttungen, Baumstämme, Röhricht und bepflanzte Hindernisse herumwinden.
Der bestehende Mühlkanal bleibt in seiner Fassung erhalten, erhält ein neues Geländer und wird gestalterisch aufgewertet. Südlich daran werden ein schmaler Fußweg angelegt und Bänke zum Verweilen aufgestellt werden. Auch die Bauernstraße erhält bei der Schossmühle ein neues Pflaster, die beiden bestehenden Bäume zwischen Bauernstraße und Mühlkanal, ein Bergahorn und eine Weide bleiben erhalten.

Hinter dem Schloss
Hinter dem Schloss

„Hinter dem Schloss“
Der öffentliche Weg entlang des Beutenbachs bei der denkmalgeschützten katholischen Kirche soll ausgebaut, dabei Gestaltungselemente aus dem angrenzenden Landschaftsparkprojekt aufgegriffen werden. Der Weg soll als verkehrsberuhigter Bereich mit einer Breite von circa 3,50 Metern umgestaltet werden.
Entlang des Beutenbachs werden die Bäume und Sträucher entfernt, um die Gefahr zu bannen, dass die bestehende Ufermauer durch den wilden Bewuchs beschädigt wird. Vor der Ufermauer wird ein Geländer angebracht und davor ein Grünstreifen mit Gräsern angelegt. Bäume können keine gepflanzt werden, da die Straße sonst zu schmal würde und eine Anlieferung für den Musikverein und den Festplatz nicht mehr möglich wäre.
Dort, wo die Straße „Hinter dem Schloss“ an der Kirche nach rechts zur Münchinger Straße abknickt, wird in die Ufermauer eine kleine Terrasse „Bachblick“ mit Sitzmöglichkeit integriert, die zum Verweilen einlädt. Davor entsteht ein Hochbeet mit Lavendel und einem Ginkgobaum, das den Fußweg vom Parkplatz der Kirche und von der Fahrbahn abgrenzt. Zwischen dem „Bachblick“ und dem Fußgängersteg am Parkplatz werden Zierkirschen gepflanzt. Der bestehende Parkplatz der katholischen Kirche ist nicht Teil der Umgestaltung.