Stadt Ditzingen

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Das Museum

Stadtmuseum Ditzingen

Urkunde vorbildliches Heimatmuseum

Ausgezeichnet als "Vorbildliches Heimatmuseum 2011"
Dauerausstellung zur Stadtgeschichte.

Das Stadtmuseum Ditzingen ist im Alten Rathaus von 1738 untergebracht. Es beherbergt auf vier Ebenen die Dauerausstellung zur Orts- und Stadtgeschichte, einen Raum für Wechselausstellungen sowie die "Egerländer Heimatstube".

Der neu gestaltete Rundgang durch die Stadtgeschichte beginnt bereits im Treppenaufgang. Ein Teil eines Mammutzahns begrüßt die Besucher und führt ins Obergeschoss. Ein Schnitt durch unseren Erdboden zeigt vielfältige Lebewesen und Überreste, aus denen wir heute Erkenntnisse über das Geschehen in und auf diesem Boden gewinnen können. Dazu informiert eine Karte über die wichtigsten Fundplätze der Archäologen auf unserer Markung. Das steinzeitliche Langhaus wurde in die Neugestaltung einbezogen. Neu ist eine große „Scherbenwand“. Hier sind vielfältige Fundstücke aus Schöckingen untergebracht. Die Nachbildung des „Hirschlander“ Kriegers steht vor einem großen Dorfbild. So könnte Ditzingen über viele Jahrhunderte ausgesehen haben. Im Jahre 769 tauchen die Namen „Titzingen“ und „Hirslande“ erstmals in einer schriftlichen Quelle auf. Heimerdingen und Schöckingen folgen 798 und 814. Die so benannten Ortschaften und Markungen sind in den Jahrhunderten zuvor von hier sesshaft gewordenen alamannischen Sippen gegründet worden. Weitere schriftliche Quellen aus dem Mittelalter geben Aufschluss über die soziale Struktur unserer Dörfer.

Als Herzog Ulrich von Württemberg im Jahre 1534 die Reformation in seinem Land einführt, ändert sich in Ditzingen vieles. Mit der „Großen Kirchenordnung“ von 1559 werden neue Regeln für das Zusammenleben der Menschen verkündet. Die Rollen der Geschlechter innerhalb der Dorfgemeinschaft sind klar definiert; Sitte, Anstand und Moral werden durch den „Kirchenkonvent“ streng überwacht. Jede Abweichung von den Regeln kann mit Strafen belegt werden. Die Ausstellung gibt einen Einblick in diese Zeit, in der auch die Schule Einzug ins Dorf hält. Besondere Ausstellungsstücke sind die Ofenwandplatten aus dem 18. Jahrhundert. Sie stammen aus einem Wohnhaus in Schöckingen und sind ein schönes Beispiel für die kunsthandwerkliche Volkskunst des 18. Jahrhunderts. Den besonderen Wert der Familie mit ihrem festen Rollenverständnis dokumentieren wir mit den Medienstationen in der Mitte des Raumes. Hier sehen Sie Fotos aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Das Ortsmodell hat den Raum gewechselt. Auf Knopfdruck können die wichtigen Gebäude mit einem Strahler beleuchtet werden. Eine Videoinstallation berichtet von der Entwicklung Ditzingens vom Dorf zur Stadt.

Museum
Museum

Als am 23. September des Jahres 1868 der erste fahrplanmäßige Zug im Ditzinger Bahnhof ankommt, beginnt für Ditzingen ein neues Zeitalter. Im Dachgeschoss wird diese Entwicklung mit vielen Beispielen erläutert. Die Errungenschaften der Technik wie Strom, Gas, fließendes Wasser, Telefon und Radio haben das Leben der Menschen nachhaltig verändert. Schließlich finden auch die einschneidenden Ereignisse des 20. Jahrhunderts, die Weltkriege, die Nazi-Dikatur, Flucht und Vertreibung und der Wiederaufbau wieder Raum. Die Themen sind neu aufbereitet und werden mit modernen Medien dargestellt. Für den Besuch der Dauerausstellung stehen künftig Audio-Führer zur Verfügung. Neu sind die Kinderstationen. Kinder können hier eigenständig oder mit Ihren Eltern Erfahrungen mit „Geschichte“sammeln.